Sophia Stepf (Jg.76) wuchs in Kassel mit Zwischenstation Neuseeland auf. Sie ist diplomierte Dramaturgin für Theater und Medien (Leipzig/Toronto) und zertifizierte Business Cultural Trainerin (London) und Anti-Bias Trainerin (Weimar).

Als Dramaturgin arbeitete sie für internationale Theaterfestivals (Theater der Welt 05, Wiener Festwochen 07, Linz 09) das Goethe-Institut Delhi und Schnawwl am Nationaltheater Mannheim. Sie führte Evaluierungen von Theaterszenen u.a. für die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut Indien durch und schreibt journalistisch über Indien. Als szenische Beraterin arbeitet sie siet 2007 mit dem interdisziplinären Streichquartett Quartett PLUS 1.

Seit 1999 schreibt und inszeniert sie mit dem Flinntheater (Kassel/Berlin) zeitgenössische Stücke und Performances zwischen Globalisierung und Heimatverbundenheit. So enstanden zuletzt India Simulator™, ein utopisches Assessment-Center für deutsche Manager, a small small world ein Dokumentarstück über den bangladeschischen Flüchtling Hamidur R. und Das A-Casting, eine Performance über rassistische Casting-Praxis in Theater, Film und Fernsehen und The Power Play, inspiriert von der nigerianischen Megacity Lagos.

Sie gibt Theater- und Performance-Workshops für Jugendliche, Freiwillige und bildet Lehrer_innen des Darstellenden Spiels und Theaterpädagog_innen in Indien fort.

2007 gründete sie mit Anja Schütze das Label Culture for Competence und arbeitet seitdem auch als Trainerin für inter- und transkulturelle Kompetenz in Bildung, Kunst und Wirtschaft. Sie hat einen Lehrauftrag für Interkulturelle Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und macht aktuell eine Zusatz-Ausbildung in Betzafta-Demokratie Training. Seit 2012 ist sie im Vorstand des ITI (Internationales Theaterinstitut) Deutschland.

 

Anja Schütze (Jg. 78) wuchs bei Dresden auf. Sie ist diplomierte Kultur- und Medienpädagogin (Merseburg) und zertifizierte Business Cultural Trainerin (London).

Nach dem Abitur war sie als Volontärin für sechs Monate in den Kibbutzim Yahel und Kinneret in Israel tätig. Seit 2003 arbeitet sie in der Kulturellen Bildung unter anderem als Koordinatorin für das Freiwillig Soziale Jahr in der Kultur. Dort hat sie Kultureinrichtungen beraten und Freiwillige weitergebildet sowie ein Modellprojekt für junges Engagement mit der Aktion Mensch konzipiert und durchgeführt.

Sie drehte Dokumentarfilme in Deutschland, Indien und Afghanistan, u.a. „Barbershop Politics“ zum Kashmirkonflikt, der 2004 mit dem 3sat Nachwuchspreis prämiert wurde.

Seit 2001 gibt sie regelmäßig Filmworkshops zu Kurzfilm, Musikvideo, Animation und Bollywood (u.a. Goethe Institut Indien, Bundesvereinigung Kulturelle Kinder und Jugendbildung).

2007 gründete sie mit Sophia Stepf Culture for Competence und arbeitet als freie Trainerin, Medienpädagoin und Filmemacherin. In dieser Zeit hat sie mehrere indisch/deutsche Schulpartnerschaften im ENSA Programm der GIZ begleitet, Studenten, Freiwillige und Auszubildende in interkultureller Kompetenz fortgebildet, eine Dokumentarfilmreihe über Demenz gedreht, sowie Filmworkshops gegeben.